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Gründung

Der 1. DVD e.V. (Erster Deutscher Verein für Drag Racing) wurde im Jahr 1975 gegründet. Ein Drag Racing Verein das zunächst aus deutschen Mitgliedern bestand. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Holger Tapp, Frederick Krux und Hans Kloss.

   

 Holger Tapp
1. Vorstitzender 1975

 Hans Kloss
1. Vorsitzender 1976 - 2006

 Frederick Krux

Im Ersten Jahr war Holger Tapp der 1. Vorsitzender und im darauffolgenden Jahr übernahm Hans Kloss den Vorsitz, der bis März 2006 diesen Posten behielt. Die 1. DVD e.V. ist wie die H.A.R.A. e.V. ein Meilenstein der deutschen Drag Racing Geschichte. Die 1. DVD e.V. hat einige der grössten Internationalen Rennen auf deutschem Parkett veranstaltet.

Die ersten Rennen

Die 1. DVD e.V. hat ihre ersten Rennveranstaltungen mitte der 70er Jahre in Zusammenarbeit mit der H.A.R.A. e.V. auf dem US Airbase Fliegerhorst in Erlensee bei Frankfurt/M. veranstaltet.

 

   
BMW Turbo
von Holger Tapp 
Opel GT mit Chevy Small Block
von Tony Morris 
 VW Beetle
von Ronald Jütting

Das erste grosse internationale Dragsterrennen der 1. DVD e.V. wurde 1980 in Mainz-Finthen auf einem US Airbase veranstaltet. Damals waren viele bekannte Personen der Deutschen Drag Racing Szene für die Organisation zuständig wie Hans Kloss, Manfred Kometz, Mike Barnett, Rolf Henney und Erich Schenkenberger.Für den 1. Int. AvD/DVD Drag Racing Meeting wurden auf dem Airbase alle Sicherzeitszäune von den Mitgliedern des 1. DVD e.V. in eigenregie hergestellt und aufgestellt, sie haben die Tribühnen zum grössten Teil selbst aufgestellt.Monate vor dem Event war der Vorstand damit beschäftigt, die bekanntesten und interessantesten Dragrace Teams in ganz Europa für das Rennen zu engagieren. Auf dem Rennen waren einige namhafte Fahrer dabei, die heute noch in der Szene gut bekannt sind, wie Heinrich Habermann, Werner Habermann, Tony Morris, Kent Trennemann, Willi Hestermann, Fred Hestermann, Jerry Lackey, Russ Carpenter, Gary Page, Dave Wilson und Jim Read.

 

   
 Stripduster
Roland Morris

 Die Wildente
Rico Anthes

 Opel GT-J
Hans-Hiecke Richter

Hockenheim

Am 29.09.1984 fand ein Termin in Hockenheim zum Thema Drag Racing statt. Der President des 1. DVD Hans Kloss und der Sportwart des 1. DVD Mathias Seidler trafen sich zum Gespräch mit zwei Herren vom BMC (Badischer Motorsport Club - damals 50% Anteilseigner des Hockenheim Rings) um den Herren das Dragster Sport vorzustellen. Mathias Seidler erinnert sich heute an das Gespräch und an das eher mäßige Interesse allerdings wurde es positiv aufgenommen, das im Dragstersport die Motorräder zusammen mit den Autos während einter Veranstaltung fahren. Das fanden die Herren der BMC interessant, da es sie das früher einmal auch machten.

Am 16.02.1985 fand ein weiteres Gespräch mit den zuständigen Ansprechpartnern des Nürburgrings statt. Der legendäre Rennleiter Ali Schatz war auch bei den Gesprächspartnern dabei. Die Regeln des Dragstersports und die Frage zum Renntermin auf dem Nürburgring waren die Themen. Ergebnis, na ja vielleicht mal im Rahmenprogramm einer kleineren Veranstlatung oder so...

17.04.1985 - Wieder Termin in Hockenheim beim damaligen Prokuristen des Hockenheimrings. Auf dem Hockenheimring waren damals sechs Veranstaltungen "mit Lärm" genehmigt. 1985 gab es allerdings nur fünf. Der Motorsport inkl. die Formel1 mit nur 55.000 Zuschauern befand sich zu der Zeit in einer Talsohle.

Die allgemeinen Bedingungen für Veranstaltungen auf dem Hockenheimring wurden angesprochen. Dabei fiel ein Name "Herr Herz" gefolgt von der Frage "Wissen Sie, was er im Rennsport geleistet hat?" Die beiden Herren des 1. DVD e.V. wussten hierauf keine Antwort, aber sie wollten wissen wer das ist und was er geleistet hat. Mathias Seidler recherchierte um sich auf ein weiteres Gespräch vorzubereiten.

Am 20.05.1985 fuhr Mathias Seidler zum Termin mit Wilhelm Herz, in dessen VW Autohaus in Mannheim. Die beiden unterhielten sich, Mathias sprach mit Wilhelm Herz über seine Erfolge, als Rennfahrer und Weltrekordfahrten auf NSU, die er auch auf dem Salzsee/Bonnevielle machte und das auch über 400 Meter - Mathias war sehr interessiert. Das Gespräch war interessant und am Ende stand fest: Die Herren vom 1. DVD e.V. bekamen einen der 6 Termine für laute Veranstaltungen am Hockenheimring in 1986!

Der Kartenvorverkauf des ersten Dragster-Rennens auf dem Hockenheimring das den Titel 2. Internationales Dragster-Rennen Deutschland trug (das erste war in 1980 in Mainz Finthen) war so lausig schlecht, dass am ersten Renntag (Samstag 09.08.1986) nur 2 Kassenhäuschen besetzt wruden. Nachdem sich dort schon am frühen Morgen lange Schlangen bildeten, war es die wichtigste Aufgabe, in Windeseile Kassierer und Wechselgeld zu organisieren, um dem Ansturm Herr zu werden.

Die Erzählungen stammen aus den Notizen von Mathias Seidler, der teilnahm an den Gesprächen zum ersten Rennen in Hockenheim! Die Zeitschrift Chrome & Flammen sprach von der Attaktion des Jahres 1986!

In der Mediendokumentation der 1. DVD e.V. berichtete der damalige Pressereferent Rico Anthes, dass das erste internationale Dragster-Rennen auf dem Hockenheimring am 09. und 10. August 1986 zu einem außerordentlichen Erfolg mit über 20.000 Besuchern wurde. Hunderte von Briefen an den Veranstalter, den 1. DVD e.V., machten deutlich, dass abweichend vom klassischen Motorsport, eine neue Motorsport-Attraktion das Publikum mitreißte. Das rege Interesse der Medien zeigte ebenfalls, dass die enge Verbindung von Sport und Show, die dieser typisch amerikanischen Motorsport bietet, dem Unterhaltungs-Trend der Zukunft entspricht. Fehlen heute (1986) noch "deutsche Namen" unter den Top Piloten und Erfolgsträgern im internationalen Dragster Sport, so ist der Nachwuchs motiviert und engagiert genug, um in den 90er Jahren im europäischen Drag Racing mitreden zu können. Wir sind sicher, dass Hockenheim 1987, nicht zuletzt durch die vielen neugewonnen Fans, zu einem neuen Besucher-Rekord im deutschen Dragster Sport führen wird.

Und Rico Anthes behielt Recht!

Ein weiterer Meilenstein in 1986 war die Bekanntgabe des Magazines Chrome & Flammen, als sie in ihrem Magazine schrieben, das sie selbst die Schirmherrschaft über ein Dragrace für jedermann übernimmt: Das Chrome & Flammen Public Race Cup. Wofür nur Privatfahrzeuge zugelassen waren und die damaligen Vorraussetzungen entsprchen: gültiger Führerschein, Straßenzugelassenes Auto bzw. Motorrad, Helm, Sicherheitsgurt, Feuerlösche (nur bei Autos) und damit war die Public Race Klasse geboren.

Zu den Showcars der Veranstaltung gehörten das Rocket Funny Car "Vanishing Point" von Sammi Miller, der die Achtelmeile in 3.23 Sek. @ 297km/h sowie die Jet-Dragster "Hellbender" gefahren von Mark Woodley und "Vampire" gefahren von Collin Fallows.

Nicht zu vergessen, war der erste schwere Dragrace Unfall auf deutschem Boden, als der englische Dragsterfahrer Tony Boden schwere Verletzungen erlitt, als sich sein Funny Car während eines Demolaufs entzündete und gegen die Sicherheistmauer prallte. Tony erlitt seinen Verletzungen einige Woche später. Die Europäische Drag Racing Gemeinde werden diesen sympathischen Fahrer nicht vergessen.

Die Sieger des ersten Dragsterrennens in Hockenheim (1986)

 Klasse PlatzFahrerFahrzeug Zeit
(1/8-Meile) 
Pro Stock Bike

Sieger
2er 

Rob van Ginniken
Tony Huck
Suzuki 1325cc
Suzuki 1385cc
6.21 @ 193km/h
6.26 @ 190km/h
Drag BikeSieger
2er
Herman Jolink (NL)
Benny Hartmann (NL) 
Ducati 990cc
Suzuki 1325cc 
6.85 @ 172km/h
k.A. 
Public RaceSieger
2er
Bernd Seminati
Walter Windal 
Stingray 7500cc
Corvette 6650cc 
k.A.
k.A.
E.T. BracketSieger
2er 
Gerd Hoffmann
Reinhard Hamburger
VW 1303
VW Beetle  
8.26 @ 122km/h
9.16 @ 108km/h 
ModifiedSieger
2er
3er
4er 
Bernd Betz
Jerry Lackey
Tony Rowe
Henri Joosten (NL) 
VW Golf I 1600ccm
VW Beetle 2100ccm
Corvette 7000ccm
Camaro 7000ccm
9.20 @ 133km/h
7.47 @ 156km/h
7.31 @ 161km/h
7.44 @ 162km/h 
CompetitionSieger
2er
3er
4er

Robin Read (GB)
Steve Young (GB)
Gerd Habermann Fred Hestermann 

Daimler Dragster
Ford Dragster
Volvo Dragster
Altered Maffia Mouse

5.95 @ 198km/h
6.44 @ 174km/h
6.52 @ 155km/h
8.40 @ 156km/h

Pro Comp Sieger
2er
3er 
 Dave Wilson (GB)
Gerry Andrews (GB)
Steve Read (GB)
Dragster 7000cc
-
Dragster 7000cc
5.89 @ 164km/h
k.A.
k.A. 

In 1987 wurde der Erfolg vom Vorjahr wieder holt und ein weiteres Dragsterrennen wurde auf dem Hockenheimring veranstaltet. Zu diesem Rahmen wurden Fahrer aus Amerika eingeladen. Rick Henkelmann und Hans-Jürgen Kuesel waren die ersten amerikanischen Dragracer, die eigens nur für einen Dragsterrennen mit ihren Funny Cars nach Deutschland reisten. Als weiteres Highlight wurde der Rocketman Sammi Miller aus Amerika eingeladen, der in seinem Rocket-Funny-Car "Vanishing Point" in weniger als 4 Sekunden auf über 300km/h auf der Rennstrecke in Hockenheim beschleunigte.

Die ersten beiden Rennen in 1986 und 1987 fanden noch auf der Start- und Zielgeraden der Grand Prix Strecke statt, damals konnte nur Achtelmeile gefahren werden, da die Auslaufzone sonst nicht gereicht hätte. In 1988 kam dann das was sich alle Fahrer sehnsüchtig wünschten, eine eigens für Drag Racing gebaute Rennstrecke in Deutschland. Der Hockenheimring baute um und es entstand "Die Hockenheim Quartermile" die heute den Namen "Rico Anthes Quartermile" erhalten hat.

 

1. Deutscher Verein für Dragracing e.V. | info@1dvdev.de